Dienstag, 27 Juni 2017

Biographie

Es gibt kein künstlerisches Werk ohne Liebe, keine Liebe ohne Leidenschaft. Sie bringt das künstlerische Schaffen hervor und zielt auf das Schöne ab.


Ein Mann mit Perspektiven

"Der Fotograf hat eine Gesamtvorstellung, einee Idee von seiner Produktion, seine Kultur des Augenblicks gleich einer Skulptur, die der Bildhauer aus dem Stein befreit. Sie ist von Dauer.

Das Wer, Wie, Was, Wann, Wo und Warum des journalistischen Schreibprogramms ist pure Langeweile gegenüber der erfühlten Wahrheit eines Bildes. Die Aussage ist auf das Wesentliche reduziert. Dem Betrachter geht es um das Vergnügen am Sehen, das Miterleben  des Moments. Die Fotografie erreicht den Menschen unabhängig von Sprache und Bildungsniveau.

Helmut Ploberger, 1956 in Wels geboren, seit 1971, technischer Angestellter in der voestalpine Linz, sieht sich im Zweitberuf als Handwerker. Sein Werkzeug ist die Kamera. Zum Künstler darf ihn ernennen, wer möchte. Es wird ihn ehren. Für den Meister der optischen Betrachtung zählt die Auseinandersetzung mit dem Objekt. Der Fotograf geht in seinem Tun auf. Er inhaliert die Umgebung wie der Zigarrenraucher das Aroma einer Davidoff und sammelt immer neue Eindrücke, Einblicke, Erfahrungen, Erinnerungen, Gefühle. Seine Bilder erzählen Geschichten, die dem stillen Denker in zwanzig Lebensjahren nicht über die Lippen kämen. Ähnlich einer Musikkomposition spielen sie einen Rhythmus, dramatisieren den Augenblick oder schenken Harmonie.

Wortlos teilt er sich der Öffentlichkeit bei Ausstellungen oder in gedruckter Publikationen mit. Helmut Plobergers "Handschrift" ist eine klare, schnörkellose Bildgestaltung mit Leidenschaft für das Detail. Bei olympischen Spielen und Weltmeisterchaften findet man ihn niemals in der Masse der Knipser, die einem Nullachtfünfzehn Zielfoto auflauern. eher bezieht er hinter, statt vor der Startlinie Position oder verliert sich irgendwo im Niemandsland. Die Perspektive ist eine andere, nicht selten die Bessere. Unter dem Markenzeichen "PHOTO PLOHE" gelangt exklusives Bildmaterial in Agenturen, Fachzeitschriften und Magazine. Daraus ergeben sich Auftragsarbeiten wie Even-Reportagen, Buch- und Katalogillustrationen.


Exotisch-Erotisch bis Bodenständig


Von 1993 bis 2006 war Helmut Ploberger Obmann des SK VOEST Fotoklubs. Seit 2005 ist er Galerieleiter der "skvoest fotoART GALERIE". Er verlieh dem Ausstellungswesen frische Impulse und grenzenlose Dynamik. Von Weissrussland über Polen bis Portugal zogen sichd die gemeinsamen, teleobjektiven Entdeckungsreisen. Ploberger persönlich hob nach Japan und Korea ab, um im fernen Osten Welt-Foto-Auszeichnungen entgegenzunehmen. Der frühere Mittelstreckenläufe ist zum Dauerläufer für dynamische Fotografie geworden, leitet Seminare und juriert Meisterschaften, fliegt auf Exotisch-Erotisches, wie Bodenständiges.

Treibt's der Herr (Foto-)Graf in seinem Kreativjob zu bunt, spielt Ehefrau Elisabeth den charmanten Hemmschuh. An einigen gemeinsamen Wochenenden im Jahr und während vierzehn Tagen Urlaub mit den Töchstern Rebecca, Sarah udn Esther ist Familienzeit. Darauf einigte sich der Familienrat. Im Haus der Plobergers in St. Florian bei Linz sind Freunde immer Willkommen. Küche und Keller halten wahre Köstlichkeiten bereit. Der beschauliche Genuss einer rauchigen Havanna macht aus jedem Wochentag einen Feiertag. Leib und Seel' haben ihre Freud'. Das Leben bekommt eine andere Perspektive. Der Herr des Hauses weiß sie zu dokumentieren.

Kurt Brunbauer